Inkubation der Eier

Gedanken zur Vermehrung von Europäischen Landschildkröten!

In den Natürlichen Habitaten der Europäischen Landschildkröten ist das Geschlecht der Tiere im allgemeinen ausgeglichen. Die Tiere leben nicht als Herdentiere zusammen und haben meistens einen eigenen Unterschlupf, somit können sie sich immer aus dem Weg gehen. Die Schildkröten kennen sich, beschnuppern sich und gehen wenn nicht gerade Paarungszeit ist, ihre eigenen Wege.

Wenn man sich dazu entschließt Schildkröten zu halten und sich Bewusst ist das eine Europäische Landschildkröte bei Artgerechter Haltung 100 Jahre Alt werden kann sollte man kein Tier alleine erwerben. Kauft man sich z.B. Drei 1 Jährige besser 2 Jährige Tiere die mindestens also schon Winterruhe gehalten haben und alle werden weiblich oder es sind 2 Weibchen und ein Männchen hat man schon sehr viel Glück. Die schlechteste Konstellation wäre wenn es 2 Männchen und ein Weibchen wären, das Weibchen würde später nur im Stress leben da sie ständig von den Männchen verfolgt wird und nicht zur Ruhe kommen kann. Die beiden Männchen würden sich ständig bekämpfen um die Rangfolge zu klären und auch nur im Stress leben. In diesem  Fall müsste man die Tiere trennen und jeden ein eigenes  Frühbeet und Freigehege zur Verfügung stellen.

Aus diesen Grund versuchen erfahrende Züchter überwiegend auf Weibchen zu Inkubieren, das heißt die Eier müssen in einer bestimmten Zeit ein bestimmte Temperatur ausgesetzt sein. Die Temperatur darf nicht zu Tief liegen, (dann werden es eher Männchen) aber auch nicht zu Hoch sein (dann können z.B Panzeranomalien auftreten). Wenn man nun Eier inkubiert und diese vom Anfang bis zum Schlupf dauerhaft bei 33° offen inkubiert würden die Schildkröten schon nach nicht mal 50 Tagen schlüpfen. Im Natürlichen Lebensraum schlüpfen die Schildkröten nach ca. 90 - 100 Tagen. Aus diesem Grund habe ich 2011 das erste mal Eier in der Erde bei 33° inkubiert und ab den 25. Tag mit Nachtabsenkung. Eine Schildkröte schlüpfte nach 57 Tagen die zweite am 69 Tag. Meinen Beobachtungen nach sind die kleinen von Anfang an viel agiler und ich habe diese Brutmethode weiter verändert indem ich in den letzten Jahre vom ersten Tag an mit Nachtabsenkung und nur noch zwischen den 20. und 30. Tag in dem sich das Geschlecht bei den Embryo entscheidet mit einer höheren Temperatur inkubieren. Ich habe eine Schildkröten aus aus dem Jahr 2011 und eine von 2012 die sich beide weiblich entwickelt haben.

Das Geschlecht kann man im allgemeinen erst mit einen Gewicht von ca. 300 Gramm Äußerlich bei Griechischen Landschildkröten erkennen, am besten bei adulten Tieren.

Testudo hermanni boettgeri Weibchen ca. 60 Jahre alt. Der Schwanz ist im Gegensatz zum Männchen deutlich kleiner die Kloake Rund und die Analschilde sehen mit Fantasie aus wie eine auf den Kopf gestelltes Herz.

Testudo hermanni boettgeri Männchen, Jahrgang 2007. Der Schwanz ist wesentlich länger und an der Schwanzwurzel Breiter, die Kloake ist länglich, die Analschilde sind in die Breite gezogen und der Bauchpanzer ist in der Regel konkav eingedellt, wodurch das Aufreiten bei der Paarung erleichtert wird.

 

 

Inkubation im Jahre 2017

Ich habe diese Jahr das Erste mal von Lena, die dieses Jahr 10 Jahre alt wird Eier inkubiert.

Das Vatertier war Racker der 14 Jahre alt ist.                           

Am 13.05.17 hatte sie 8 Eier im Gewächshaus gelegt die ich vernichtet habe.

Am 29.05.17 waren es 5 Eier die sie auch im Gewächshaus gelegt hatte, diese Gelege habe ich dann Inkubiert.

Am 16.06.17 waren es noch mal 6 Eier die ich auch vernichtet habe.

Von den 5 Eier die ich inkubiert habe lag ein Ei neben der nicht richtig verschlossenen Eigrube.

30.05.17  - die Eier werden ab heute 16Uhr in der Erde bebrütet, die Erde entnehme ich immer von der Stelle wo die Eier gelegt wurden. Eine Tonschale wird als Brutbehälter verwendet, unten eine Schicht Erde dann werden die Eier nebeneinander platziert und dann mit der Erde ganz bedeckt.

                Von 6 Uhr bis 20 Uhr bei einer Temperatur von 30,5° - 31° Nachtabsenkung bei 25°

        Das Geschlecht entscheidet sich gegen Ende des ersten Brutdrittels, das ca. um den 25 Tag liegt.

        aus diesem Grund liegt die Temperatur etwas höher, da ich auf Weibchen inkubiere.

20.06.17    Von 6 Uhr bis 22 Uhr bei einer Temperatur 32,5° - 34° Nachtabsenkung bei 25°

01.07.17    Von 6 Uhr bis 20 Uhr bei 30,5° - 31,5° Nachtabsenkung bei 25°

06.07.17    Von 6 Uhr bis 20 Uhr bei 29,5° - 30,5° Nachtabsenkung bei 24° bis zum Schlupf.

Am 29.07.17 waren zwei kleine Kuhlen in der Erde zu sehen,

am 31.07. nach 61 Tagen waren die ersten Bewegungen auf der Erde zu sehen und aus allen 5 Eiern schlüpften kleine Schildkrötenbabys.

 

Bruja Reptilienbrüter.

 

 Oberhalb der Eischale sitzt noch halb in der Erde das erste Schildkrötenbaby.

jetzt will ich aber Raus hier.

erst einmal auf feuchten Küchenpapier und dann in einer flachen Schale mit etwas Wasser zum trinken und saubermachen.  

dann gehts gleich ins Frühbeet.

Diagramm der Inkubationstemperatur, der Fühler ist direkt bei den Eiern in der Erde platziert.

Leider wurde die Temperatur vom 01.07.17 bis zum 18.07.17 nicht übertragen.

 

Inkubation im Jahre 2014

Eier von Fränzi und Männchen Joseph.

Am 10.05.2014  3 Eier im Frühbeet gelegt. Die Eier werden wie folgt in der Erde inkubiert.

Vom  1. - 20.   Tag bei 30° - 31°                  Nachtabsenkung von 20 Uhr - 6 Uhr bei Zimmertemperatur.

      20. - 30.   Tag bei 33° - 34° Maximal 35° Nachtabsenkung von 20 Uhr - 6 Uhr bei Zimmertemperatur.

      30. - 35.  Tag bei  30° - 31°                  Nachtabsenkung von 20 Uhr - 6 Uhr bei Zimmertemperatur.

      35. - zum Schlupf 29° - 30°                   Nachtabsenkung von 20 Uhr - 6 Uhr bei Zimmertemperatur.

 

Am 61. Tag schlüpfte Momo

Momo Schlupfgewicht 14 Gramm

Momo, der Dottersack ist vollständig eingezogen.

Momo im Mai 2017 Gewicht 170 Gramm.

 

Am 64. Tag schlüpfte Frieda.

Frieda, Schlupfgewicht 13 Gramm

Frieda, der Dottersack ist eingezogen, die Bauchfalte noch nicht ganz geschlossen.

Frida im Mai 2017 Gewicht 120Gramm.

 

Am 66. Tag haben wir Nele geholfen aus der Eischale zu kommen, da sie seit einigen Tagen zwar aus der Erde hochkam aber immer noch Eischale am Hinterteil hatte.

Wir hatten Nele auf feuchten Küchenpapier gesetzt damit die Eischale sich löst, dieses hatte aber keinen Erfolg und wir brachen ein klein wenig von der Schale ab.

So sah Nele nach der Befreiung aus der Eischale aus, sie hat Schildanomalien, Rechts 1 zusätzliche Rippenschilde Links 2 zusätzliche Rippenschilde und das 3. Wirbelschild ist geteilt.

Nele 6 Tage Später.

Nele im Mai 2017 Gewicht 75 Gramm, auch am Plastron sind deutlich Panzeranomalien zu sehen.

 

Inkubation 2012

In diesem Jahr habe ich nur ein einzelnes Ei Inkubiert das Fränzi 07.05. gelegt hatte. Ich habe dieses eine Ei nur inkubiert damit ein Schlüpfling von 2011 nicht alleine aufwachsen sollte.

Das Ei wurde bei 33° inkubiert, ab den 25. Tag mit Nachtabsenkung von 20 Uhr bis 6 Uhr bei 25°.

Am 66. Tag schlüpfte Fritzi mit einem Anhängsel von dem ich zuerst Annahm das es ein noch nicht eingezogener Dottersack wäre, es war aber ein verkümmerter Zwilling der nach 5 Tagen von alleine abfiel. So lange verblieb sie auf feuchtem Küchenpapier im Inkubator.

Fritzi mit verkümmerten Zwilling.

Fritzi 7 Tage nach dem Schlupf.

Fritzi im Mai 2017 mit einem Gewicht von 370 Gramm.

 

Inkubation 2011

In diesem Jahr habe ich ein frühes Gelege Ende April und ein zweite Gelege vom 09.06.11 von Fränzi inkubiert.

Die Eier wurden in der Erde jeweils ab den 25.Tag mit Nachtabsenkung inkubiert. Aus dem ersten Gelege schlüpfte nach 57 Tagen Hanna, aus dem zweiten nach 54 Tagen Susi.

Hanna, ein Tag Jung im Frühbeet.

Hanna 20 Tage Jung, das erste mal im Freigehege knabbert an einer Sepiaschale.

Bei einer Kontrolle in der Überwinterungsgrube hatte ich bemerkt das Hanne, die sich nicht eingegraben hatte, an einer anderen Stelle unterm Laub ruhte, ich kontrollierte sie konnte aber nichts auffälliges an ihr feststellen. Fünf Tage Später schaute ich wieder zu ihr und fand sie auf dem Laub auf dem Rückenpanzer liegend. Ich hatte die Situation Fünf Tage zuvor falsch gedeutet und hätte sie Auswintern müssen, leider musste sie das mit ihrem Tot bezahlen.

Susi im Frühbeet in einem Alter von 18 Tagen.

Susi im Mai 2017 mit einem Gewicht von 290 Gramm.

 

Inkubation 2009

Ein Gelege vom 11.06.2009 mit drei Eiern, die Eier wurden Substratlos bei 31° bis 33°  inkubiert. Nach 52 Tagen schlüpfte eine Schildkröte Paulinchen.

Paulinchen vor der Blüte schwarzäugige Susanne.

Paulinchen im Mai 2017 mit einem Gewicht von 830 Gramm.

 

Inkubation 2008

Am 25.05.2008 hat Fränzi 6 Eeir gelegt die ich Substratlos bei 31° bis 33°  inkubiert habe, aus einem Ei schlüpfte nach 48 Tagen Erna.

Aus Ei Nr. 7 schlupft nach 48 Tagen Klein Erna.

Klein Erna 10 Gramm leicht.

Aus Klein Erna ist Erna geworden, Anfang Mai 2017 hat sie die 1000 Gramm erreicht.

 

Inkubation 2007

Am 19.05.2007 hat Fränzi 6 Eier gelegt die ich Substratlos bei 30° bis 32° inkubiert habe. Nach 58 Tagen schlüpften 5 Schildkröten, die sich alle Später als Männchen auten.

Die Fünf Männchen Franz, Sepp, Basti, Sammy und Jumbo haben in einer 5er Männer WG bis Frühjahr 2016 zusammengelebt.

2007

Die Fünf Männchen 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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